Müritzregion - Region voller Historie
Die ersten eingewanderten Bewohner waren Sammler, Jäger und Fischer. Sie lebten in nomadisierenden Gruppen und wohnten in leichten Hütten aus Astwerk, Fellen, Moosen und Flechten. Sie benutzten Geräte und Waffen aus Stein, Knochen, Fischgräten und Holz.
Die Anzahl von 8 Fundplätzen im Müritzgebiet lässt auf eine relativ hohe Siedlungsdichte schließen, was wiederum auf günstige landschaftliche Voraussetzungen hinweist (waldreiche Seenlandschaften mit hohem Wild- und Fischreichtum).
Im Neolithikum (3000 bis 1800 v.d.Z.) stieg die Siedlungsdichte weiter an, es setzte ein neuer Entwicklungsabschnitt ein, der durch den Beginn von Ackerbau und Viehzucht charakterisiert war. Siedlungen mit dorfähnlichem Gepräge entstanden. In der Regel liegen die ehemaligen Siedlungsplätze an den Seen. Die auffälligsten Hinterlassenschaften der Steinzeitmenschen im Gelände sind die Großsteingräber. Als Sippen- und Familiengräber wurden sie über lange Zeiträume immer wieder genutzt. Man findet sie vielfach auf Endmoränen, weil dort die Eiszeit die größten Blöcke - bis zu dreißig Tonnen schwere Steine - hinterlassen hat.
Reich verzierte Tongefäße und Trichterbecher barg man aus diesen Großsteingräbern. Es war der Beginn von Ackerbau und Viehzucht; pflanzliche und tierische Fasern wurden zu Tuch verarbeitet; Handwerk und Handel nahmen ihren Anfang

